VWG zur Option: Entscheidung soll verschoben werden

Die NRZ Niederrhein berichtet am 2. Juni 2010:

CDU und SPD haben sich festgelegt: Weil die Hürden zu hoch sind, kommt für den Kreis Wesel das Optionsmodell, die Betreuung von Langzeitarbeitslosen in Eigenregie, nicht mehr in Frage (wir berichteten). Grüne und VWG sind über diesen Sinneswandel erstaunt. Denn erst am vergangenen Donnerstag seien die Fraktion über Details des neuen Gesetzes informiert worden, so Hubert Kück (Grüne). Scheinbar haben CDU und SPD „Sonderinformationen“ erhalten, vermutet Kück, der auch bemängelt, dass weder der Landrat noch der Kreisdirektor als zuständiger Dezernent mit den Fraktionen im Vorfeld über diese Entwicklungen gesprochen haben. Kück vermutet, dass somit eine Diskussion verhindert werden sollte. „Das ist heimtückisch gewesen.“

Die Möglichkeit, die Option zu ziehen, bestehe immer noch, betont Martin Kuster (VWG). Wegen der gravierenden Nachteile der Arge, insbesondere für die Betroffenen, sollte die Entscheidung des Kreistages auf einen Zeitpunkt nach der endgültigen Verabschiedung des Gesetzes, die Anfang Juli ansteht, verschoben werden. Kuster hat die Hoffnung, dass es noch zu Verbesserungen komme, die dem Kreis einen Wechsel ermöglichen.

Autor: Bettina Freitag | Datum: 2. Juni 2010 | Themen:
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