Ein durch diesen unsinnigen Antrag hervorgerufenen Tod eines einzelnen Bürgers ist schon zu viel.

Presseerklärung vom VWG-Vorsitzenden Heinz Walter Prott zum Antrag der Weseler Politik an die Landesregierung, die Landkreise abzuschaffen:

Wer sachlich und ernsthaft Politik betreibt, der kann diesen Antrag nur als eine Lachnummer bezeichnen. Es gibt nicht nur die Stadt Wesel, sondern noch weitere 4 Gemeinden und 8 Städte im Kreisgebiet. Sie hätte man vorher vielleicht ja mal nach ihrer Meinung fragen können. Viele Leistungen des Kreises könnten insbesondere von den kleinen Gemeinen weder finanziell noch personell geleistet werden. Dies trifft auch größtenteils auf die Städte im Kreisgebiet zu.
Die Zuordnung von Polizei oder Straßenverkehrsamt auf eine höhere Ebene würde den Abstand zu den Bürgern nur noch mehr vergrößern und die Wege verlängern. Wer dann noch die Kreisleitstelle in Zweifel zieht, der sollte sich besser mal vor Ort kundig machen, um zu sehen, was hier vorgehalten und geleistet werden muss, damit die größtmögliche Sicherheit für die Bürger überhaupt erreicht werden kann. Es ist nicht nur der Verkehr oder die Kriminalität, sondern auch die Sicherung der Einsatzbereitschaft in Katastrophenfällen, wie bei z.B. Deichbruch und Überschwemmungen.
Ein durch diesen unsinnigen Antrag hervorgerufener Tod eines einzigen Bürgers ist schon zu viel.
Der im Alleingang gestellte Antrag an die Landesregierung ist nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben steht. Entsprechend kurz und knapp wird auch die Landesregierung reagieren. Weder die verfassungsrechtliche Situation im Land NRW noch die real vorhandenen Verhältnisse des Kreises lassen eine solch unsinniges Veränderung zu.

Autor: Bettina Freitag | Datum: 7. April 2007 | Themen:
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